Besonderheiten dieser Leistung

Hier folgt der besondere Satz zur Praxisleistung. Er beschreibt kurz und knapp ein Unterscheidungsmerkmal für Patienten, die keine Langtexte lesen mögen.

 

Liebe Besucher,
an dieser Stelle wechseln Informationen aus verschiedenen Bereichen der Naturheilkunde als Informations-Service:

"Eine kurze Einführung in die chinesische Medizin"

Quellen belegen, dass bereits vor 3500 Jahren in China entdeckt wurde, wie Nahrungsmittel für die Erhaltung unserer Gesundheit eingesetzt werden können. Über Jahrtausende wurden Methoden entwickelt und verfeinert, die der Gesunderhaltung des Menschen in ganzheitlicher Sicht dienen sollten. Neben Bewegungsübungen wie z.B. Tai Qi, Behandlungsmethoden wie Akupunktur und Kräutertherapie, kam besonders der Ernährung ein sehr hoher Stellenwert zu. Diätetik-Ärzte gehörten stets zu den Angesehensten in China.

Die Ärzte erkannten, dass eine Behandlung von Krankheiten mit Medikamenten oder Akupunktur nur erfolgreich sein kann, wenn der Körper genug Energie hat, auf diese von außen gesetzten Reize zu reagieren. Dies ist nur möglich, wenn ihm ausreichend Energie durch Nahrung zugeführt wird. Der Ausdruck in der TCM hierfür ist „die Mitte stärken“. Dies meint die Versorgung von Magen, Milz und Bauchspeicheldrüse mit Nahrungsenergie. Dieses Zentrum bildet den Dreh- und Angelpunkt zur Verteilung der Energie in jede einzelne Zelle des Körpers.

Wer seine Mitte stärkt, ruht in sich selbst und hat ein Fundament, von dem er aus sein Leben meistern kann. Interessant ist hierbei sicherlich auch die Denkart der Chinesischen Medizin, die uns nicht nur als eine „Organ- und Gewebesammlung“ sieht.
Jedem Organ werden u.a. auch Gefühle zugeordnet. So gehören z.B. zu einer starken Milz der gesunde Menschenverstand und die Wahrnehmung unserer Bedürfnisse und die der Anderen. Entsprechend bei einer schwachen Milz aber eben auch Grübeln, Zerstreutsein und übermäßige Sorgen.

Übrigens haben nicht nur die Chinesen entdeckt, dass „unsere Medizin unsere Nahrung und unsere Nahrung unsere Medizin“ sein sollte. In jeder Kultur hat es Menschen gegeben, die diese Zusammenhänge erkannt haben. Die uns Bekannteste ist vielleicht Hildegard von Bingen. Allerdings ist nur von der TCM ein ausgeklügeltes System von Diagnose und Behandlung bekannt.

Dies erfreut sich heute steigendem Interesse. Wenn man einmal verstanden hat, wie wichtig es ist, gut für sich zu sorgen und entsprechend seine Bedürfnisse erfüllen lernt, wird man schnell merken, wie sich das eigene Befinden von Tag zu Tag bessert.

In meiner Beratung soll es nicht darum gehen, Sie an Ernährungsgewohnheiten der Chinesen heranzuführen, sondern Empfehlungen der TCM bezüglich Ernährung in Ihre Küche zu integrieren. Viele Ratschläge kann man gut mit gesundem Menschenverstand nachvollziehen und außerdem ist manches noch von Mutter oder Großmutter bekannt.
Leider geht jedoch altes Wissen in unserer Zeit mehr und mehr verloren oder wird dem vermeintlichen Fortschritt geopfert. An dieser Stelle möchte ich kritisch auf die sich immer wieder widersprechenden neuesten Ernährungstipps hinweisen, die meist sehr pauschal und nur auf einen einzigen Aspekt ausgerichtet sind und nicht dem Menschen in seiner Ganzheitlichkeit gerecht werden, z.B. Joghurt macht schlank, Salat ist gesund oder warmes Essen macht dick usw. Zudem haben durch die Schlankheitsvorgaben und die damit verbundenen Diäten viele Menschen, besonders Frauen, das natürliche Gefühl für ihren Körper verloren.

Genau hier möchte ich ansetzen und Sie ermutigen, in sich hineinzuhorchen, sich wichtig zu nehmen und gut zu versorgen. Sie werden mit mehr Zufriedenheit, Wohlbefinden und Kontakt mit sich selbst belohnt.

Ich möchte Ihnen jetzt noch einen Überblick über die wichtigsten Aspekte der 5-Elemente-Ernährung verschaffen.
Gesund ist danach, wer ausreichend Energie besitzt und diese im Rhythmus der Tages- und Jahreszeiten durch den Körper fließt.
Vielleicht haben Sie schon einmal etwas von Yin und Yang gehört und ganz sicher schon einmal das Symbol (siehe Kopfzeile) für diese beiden Gegenpole gesehen. Alles Lebende trägt beide in sich und sie ergänzen sich gegenseitig und wandeln sich ständig ineinander um.
Wohl und ausgeglichen fühlt man sich, wenn Yin und Yang ausbalanciert sind. Nimmt Yin überhand, frieren Sie vielleicht schnell und fühlen sich müde, antriebslos und depressiv verstimmt. Überwiegt Yang, sind Sie vielleicht eher verschwitzt, unruhig, angespannt und haben trockene Haut.
Meist ist es jedoch so, dass eine Mischung von Beidem auftritt, d.h. Yin und Yang haben sich durch eine längere Zeit bestehende Disharmonie getrennt und man fühlt sich z.B. im oberen Teil des Körpers heiß und angespannt, im unteren hingegen kalt und energielos und kann gleichzeitig gereizt und antriebslos sein. Yin- und Yang-Störungen haben auch die Eigenschaft, sich gegenseitig zu beeinflussen. So führt beispielsweise ein Yin-Mangel (das bedeutet ein Mangel an Körpersäften) dazu, dass der Körper nicht genug gekühlt werden kann. Als Folge davon entwickelt sich Hitze – und zwar nicht, weil grundsätzlich zuviel Yang (=Wärme) vorhanden wäre, sondern weil Yin (=Kühlung) fehlt.

Mittels des bei Ihnen erhobenen Befundes kann ich Ihr vorliegendes Muster bestimmen und die dazu passenden Nahrungsmittel empfehlen. Der Befund ergibt sich aus Beobachtung, ausführlicher Befragung, Betrachtung Ihrer Zunge und Ertasten Ihres Pulses. Für die Zungendiagnose ist es für mich wichtig, dass Sie bitte vor der Beratung keinen Kaffee oder färbende Bonbons usw. zu sich nehmen. Ich bitte auch darum, den Zungenbelag nicht zu entfernen. Er ist normal und für den Befund wichtig.

Alle Lebensmittel lassen sich ebenfalls Yin oder Yang zuordnen, wobei jedes Nahrungsmittel beides enthält, allerdings in unterschiedlichen Anteilen.
Yin-betonte Lebensmittel beruhigen, kühlen und bauen gute Körpersäfte auf. Yang-betonte Lebensmittel erwärmen, regen an und geben Energie. Die Einteilung in die Wirkung der Nahrung auf den Organismus heißt Thermik. Sehr Yin-betonte Speisen nennt man „kühl“, sehr Yang-betonte „heiß“. Sind Yin und Yang ausgewogen enthalten, bezeichnet man ein Nahrungsmittel oder eine Speise als „neutral“.

Zusätzlich zu dem Yin-Yang-Modell sind alle Dinge dieser Welt eine Komposition aus den 5 Elementen Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser. Jedem Element ist ein Organ, Gefühl, eine Jahreszeit, Farbe, Form, ein Geschmack, Geruch und eine Himmelsrichtung zugeordnet.
Die Elemente sind in einem ständigen Wechsel ineinander begriffen. Am leichtesten kann man sich das anhand der den Elementen zugeordneten Jahreszeiten vorstellen. So wie die Jahreszeiten ineinander übergehen, tun dies auch die Elemente und damit alles im Kosmos.

Entscheidend für die Küche ist, dass man die Lebensmittel entsprechend ihres Geschmacks den 5 Elementen zuordnet: sauer, bitter, süß, scharf und salzig. Ausgewogen und harmonisch-rund schmeckt ein Gericht, wenn alle 5 Geschmacksrichtungen darin enthalten sind. Beim Kochen verfährt man idealerweise so, dass die Elemente entsprechend ihrer festgelegten Reihenfolge der Speise zugesetzt werden, denn die Elemente unterstützen sich gegenseitig (da ja ein Element aus dem anderen entstehet, siehe auch Abbildung nächste Seite) und gewinnen so an Energie. Die Anwesendheit jeden Elementes in einer Speise gewährleistet, dass jedes zugehörige Körperorgan berücksichtigt wird.
Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate gehören nach TCM zum Element Erde (süßer Geschmack, nährt Magen, Milz und Bauchspeicheldrüse). Die Aromen, die die Zutaten besitzen wie beispielsweise das

Scharfe des Chili, das Saure der Zitrone, das Salzige der Sojasauce und das Bittere des Blattsalats dienen dazu, die Nährstoffe dahin zu bringen, wo sich gebraucht werden, d.h. sie erzeugen die Dynamik für die Umwandlung in körpereigene Substanz und den Transport des Gegessenen.

Das erklärt, warum in dieser Art der Küche höchster Wert auf frische, aber auch getrocknete Kräuter und Gewürze gelegt wird.
Nicht zuletzt schließt diese Art des Kochens mit ein, dass die Auswahl der Nahrungsmittel unserem Lebensumfeld und der Jahreszeit entspricht. Es hat seinen Grund, warum Tomaten im Sommer reif werden. Tomaten brauchen zum Reifen Sonne. Sie wirken sehr kühlend auf den Organismus – eine Wirkung, die zum Sommer passt und nicht zum Winter.

Alle Nahrungsmittel sollten ausschließlich frisch und von bestmöglicher Qualität sein, denn nur so entfalten sie ihre volle Wirkung. Man sollte bedenken, dass der Energiegehalt abhängig ist von den Umständen ihrer Erzeugung. Was können wir schon von einer im Winter im Treibhaus auf Granulat gezogenen Tomate erwarten? Oder noch gravierender: Was erwarten wir an Wirkung von einem Stück Fleisch eines Tieres, dass unter unwürdigen Bedingungen im Hochleistungsstall unter Kunstlicht gemästet wurde und einen langen Transport bis zu seiner Tötung in großer Angst verbringen muss? Auch die Gefühle der Tiere werden in ihrem Fleisch gespeichert und gelangen als Information in unseren Körper (ganz abgesehen von Medikamenten und Hormonen, die bei der Mast eingesetzt werden). Von daher rate ich, besonders beim Fleisch zu biologisch erzeugten Produkten zu greifen.

Wenn Sie jetzt noch bedenken, dass auch Ihr Wohnumfeld und Ihre Gemütsverfassung in die von Ihnen bereiteten Speisen fließen, können Sie vielleicht erahnen, welche Bedeutung unsere Nahrung hat. Verzichten Sie auf Fertigprodukte, Mikrowellen- und Tiefkühlkost. Vermeiden Sie das Essen spätabends, unter Stress oder mit unangenehmen Gesprächsthemen. Sie werden mit mehr Zufriedenheit, Ausgewogenheit, Gelassenheit, Energie und einem Sich-Satt-Und-Genährt-Fühlen reich belohnt. Dies sind meiner Meinung nach so erstrebenswerte Ziele, dass es ich in jedem Fall lohnt, diese Art der Ernährung auszuprobieren.

Lassen Sie sich einfach möglichst offen darauf ein – Sie haben nichts zu verlieren, aber viel zu gewinnen.